Hund im Sommer: Wie du deinem Hund Abkühlung verschaffst
Mila liebt Sonne. Wenn ich die Balkontür aufmache, legt sie sich sofort in der prallen Sonne. Auch bei 30°C 😅. Obwohl der Boden so heoß ist, dass ich ihn mit nackten Füßen kaum betreten kann. Irgendwann zieht sie sich dann doch ins Wohnzimmer zurück, legt sich lang auf den kühlen Boden, bis sie sich ein bisschen abgekühlt hat und geht danach direkt wieder raus in die Sonne. Jeden Tag das gleiche Spiel.
Seit wir 1,5 Jahre zusammen im Van gelebt haben und die Nächte teilweise recht kühl waren, bekommt sie allerdings kein richiges Sommerfell mehr. Das hindert sie nicht am Sonnenbad 😅 Aber schon ab etwa 20 Grad und Sonne hat sie meistens weniger Lust sich zu bewegen und wird deutlich langsamer. Außer, es ist Wasser im Spiel 😉.
Zum Glück gibt es diverse Möglichkeiten seinem Hund an heißen Sommertagen ein bisschen abzukühlen.
👉 Wenn dein Hund genauso eine Wasserratte ist wie Mila und stundenlang plantschen könnte, dann ist die Puppery Sprinkler Wasserspielmatte vielleicht genau das richtige.
Kühlmatte & Kühldecke – sinnvolle Investition oder überbewertet?
Eine Kühlmatte ist oft das erste, was Hundebesitzer kaufen, wenn es warm wird. Wird aber von einigen Hunden auch einfach ignoriert 😅. Mila hat ihre Kühlmatte im Van öfter genutzt, da der Boden hier nicht viel Abkühlung bringt. In der Wohnung legt sie sich eher einfach auf den kühleren Fußboden.
Wenn dein Hund die Kühlmatte links liegen lässt, liegt das nicht unbedingt an der Kühlmatte ansich, sondern an der Qualität des Produkts und daran, ob der Hund sie schon kennt, bevor es heiß ist.

Was eine gute Kühlmatte leisten muss
Günstige Gel-Matten sehen harmlos aus, haben aber einen Haken: Viele enthalten Substanzen, die bei Beschädigungen der Matte – die beim Nagen oder Kratzen irgendwann kommen – problematisch werden können. Worauf ich immer achte: OEKO-TEX-Zertifizierung. Das bedeutet, dass das Produkt auf Schadstoffe getestet wurde und keine bedenklichen Substanzen enthält. Dieses Qualitätsmerkmal würde ich beim Kauf immer im Hinterkopf behalten. Außerdem gibt es bequemere Alternativen.
PAIKKA Kühlmatten und Kühldecke
Die PAIKKA Orthopädische Kühlmatratze hat einen Memory-Foam-Kern mit abnehmbarem Kühlbezug und ist OEKO-TEX zertifiziert. Gedacht für Hunde, die nicht nur Abkühlung brauchen, sondern auch Gelenkentlastung. Wer nach einem Hundebett sucht, das auch im Sommer funktioniert – das hier vereint beides. Zusätzlich macht sie auch optisch deutlich mehr her als ein blaues Gelkissen 😉
Ideal für unterwegs oder beispielsweise im Hundebett oder als Unterlage im Auto ist die PAIKKA Cooling Blanket. Die Kühldecke ist leicht, waschbar und in einem dezenten Grau gehalten.
Wer generell auf der Suche nach schönen Liegeplätzen für den Hund ist – unabhängig von der Jahreszeit – findet in meinem Artikel über stilvolle Hundebetten fürs Wohnzimmer viele weitere Ideen.
Wasser, Pool & Sprinkler – Abkühlung mit Spaßfaktor
Nicht jeder Hund liebt Wasser. Aber wer (wie ich 😍) einen hat, der (nicht nur) bei Hitze am liebsten plantscht, durch´s Wasser springt und jeden Wassertropfen fangen will, der kann ihm mit einem Hundepool eine riesige Freude machen.
Hundepool – worauf es ankommt
Ein Hundepool ist eine lohnenswerte Anschaffung für jede Wasserratte. Es ist allerdings gar nicht so einfach einen zu finden, der dem wilden Toben auch standhält. Worauf ich beim Kauf achten würde: Stabilität, einfache Entleerung, Materialqualität.
Der Belune Hundepool ist Made in Germany, mit zwei Jahren Garantie. Keine dünne Plastikfolie, die nach drei Sitzungen reißt, sondern etwas, das auch einen aktiven Hund überlebt. Und du kannst je nach Hund die richtige Größe auswählen.

Puppery Sprinkler Wasserspielmatte
Für Hunde, die eher mit Wasser spielen wollen als darin zu liegen, gibt es eine weitere Option: Die Puppery Sprinkler Wasserspielmatte ist BPA-frei, rutschfest und lässt sich einfach an den Gartenschlauch anschließen. Das Wasser spritzt von unten hoch – für Mila ein Paradies 😍.
Kühlweste Hund – lohnt sich das wirklich?
Mila ist kein Fan von Jacken und ich ziehe ihr auch selten eine an. Wenn es aber richtig kalt ist und ein eisiger Wind hier an der Ostsee weht, freut sie sich, wenn sie nicht frieren muss 😀. Richtig heiße Sommertage gibt es hier oben im Norden zum Glück nicht ganz so oft, deswegen haben wir auf eine Kühlweste bislang verzichtet. Aber je nachdem, welchen Hund du hast und wie heiß dein Sommer wirklich wird können sie das Spazierengehen spürbar angenehmer machen.
Bei Kühlwesten gibt es zwei grundlegend verschiedene Prinzipien, und nicht jedes ist für jeden Hund gleich gut geeignet.
Wie Kühlwesten funktionieren
Verdunstungskälte ist das klassische Prinzip. Die Weste wird in Wasser getaucht, leicht ausgedrückt und angezogen. Während das Wasser verdunstet, entzieht es dem Körper Wärme. Das funktioniert gut bei Hunden mit hellem Fell und bei trockener Hitze, verliert aber an Wirkung, wenn die Luft sehr feucht ist oder der Hund sehr dunkel ist und die Sonne stark absorbiert.
Das zweite Prinzip sind reflektierende Materialien. Hier wird Sonneneinstrahlung aktiv zurückgeworfen, bevor sie überhaupt auf die Haut trifft. Besonders sinnvoll für dunkle Hunde, Senioren oder Tiere, die schnell überhitzen. Kein Wässern nötig. Beide Prinzipien schließen sich nicht aus – es gibt auch Kombinations-Modelle.
Coole Ideen für Kühlwesten
Die PAIKKA Cool Vest arbeitet mit Verdunstungskälte. Das Design farbenfroh, ohne kitschig zu wirken. Wer es gerne ein bisschen sommerlich bunt mag und gleichzeitig Wert auf eine hohe Qualität legt, ist hier gut aufgehoben.
Einen anderen Ansatz verfolgt das actionfactory Cooldown Cape Mini. Es reflektiert Sonnenstrahlung, anstatt durch Feuchtigkeit zu kühlen. Kein Wässern, kein Aufwand. Besonders empfehlenswert für dunkle Hunde und Senioren, die in der Sonne schnell zu heiß werden.
Hurtta ist eine nordische Marke, die sich der Liebe zu Hunden, Abenteuern und Umweltschutz verschrieben hat. Der Hurtta Cooling Wrap lässt sich gut anlegen, sitzt sicher und ist für aktive Hunde ausgelegt, die sich nicht groß einschränken wollen.
Wir sind an warmen Sommertagen meistens schon morgens unterwegs und bauen außerdem eine Runde Schwimmen in der Ostsee ein. Sollte Mila in höherem Alter mehr Probleme bei Sommerspaziergängen haben sollte, würde ich zur Hurtta Kühlweste greifen.
Hundeeis – selbst machen oder kaufen?
Hundeeis ist ein einfacher Sommer-Klassiker. Und Essbares geht bei den meisten Hunden immer 😅.
Selbst machen ist einfacher, als man denkt. Ein paar Löffel Naturjoghurt ohne Zusätze mit etwas Banane pürieren und in Silikonformen einfrieren. Oder: Karottenstücke mit ungesalzener Hühnerbrühe in Eiswürfelbehälter füllen und gefrieren lassen.

Sommer am Wasser – mit dem Hund auf dem SUP
Das ist mein liebster Abschnitt in diesem Artikel, weil er mit dem spaßigsten Teil des Sommers zu tun hat: dem Wasser. Mila liebt es. Sie ist eine eher vorsichtige, aber begeisterte Schwimmerin. Und solange sie stehen kann, darf es ruhig richtig wild zugehen. Ihr allerliebstes Spiel: Wassertropfen fangen.
Auf dem SUP dreht Mila deswegen regelmäßig durch. Sie stellt sich am liebsten ganz vorne auf die Spitze des Boards, wie eine Galionsfigur, und fängt so viel vom Spritzwasser wie geht. Oder sie steht neben meinen Beinen und versucht die Tropfen vom Paddel zu fangen. Stillsitzen ist keine Option. Eine besondere Herausforderung für mich als Paddler.
Warum eine Schwimmweste kein Luxus ist
Mila ist eine gute Schwimmerin, aber wie bereits erwähnt eine vorsichtige. Wenn sie vom Strand aus schwimmt oder im Wasser tobt, ist das kein Problem. Auf dem SUP gehe ich lieber auf Nummer sicher, vor allem auf dem Meer. Bei ihren wilden Aktionen ist sie nicht erst einmal abgestürzt 😅. Und das ist bei ihr trotz der großen Wasserliebe mit einem kurzen Schock verbunden. Die Schwimmweste gibt ihr mehr Sicherheit und ich kann sie einfacher wieder auf das SUP heben. Und selbst gute Schwimmer können ohne Weste unerwartet in lebensbedrohliche Situationen geraten.

Die Hunter Schwimmweste Moss – meine persönliche Empfehlung
Ich habe mich nach langem Vergleichen für die Hunter Schwimmweste Moss entschieden. Was mich überzeugt hat: Die Handschlaufe oben – so kann ich Mila bei Bedarf schnell aus dem Wasser heben, ohne sie zu erschrecken oder selbst instabil zu werden. Dank der auffälligen roten Farbe und der reflektierenden Elemente kann man den Hund jederzeit gut sehen.
Als Alternative ist die Hurtta Life Savior ECO ebenfalls sehr solide, leicht im Material und für Hunde gemacht, die viel im Wasser sind. Hurtta verarbeitet hier recycelte Materialien, ohne dabei Abstriche bei der Funktion zu machen.

Das braucht ihr wirklich – mein Sommer-Fazit
Was man im Sommer wirklich für seinen Hund braucht, ist natürlich individuell.
Eine Schwimmweste gehört für mich jedoch in die Kategorie „kein Diskussionspunkt“ – jedenfalls für alle, die mit ihrem Hund zum Beispiel auf ein SUP oder auf ein Boot gehen. Kein Produkt, über das man lange nachdenken muss.
Eine weiche Kühlmatte aus gutem Material macht Sinn, wenn dein Hund zum Beispiel schon älter ist und nicht gerne auf dem harten Boden liegt. Eine Kühldecke kann besonders für unterwegs sehr hilfreich sein.
Hundeeis – selbst gemacht oder gekauft – ist eine der einfachsten Möglichkeiten, für ein bisschen Abkühlung und Beschäftigung gleichzeitig zu sorgen. Aufwand minimal, Freude unverhältnismäßig groß.
Was sich lohnt, wenn es passt: Eine Kühlweste für lange Spaziergänge an heißen Tagen, besonders für dunkle Hunde, Senioren oder Hunde, die schnell überhitzen. Und ein Hundepool, wenn du einen Garten hast, dein Hund Wasser liebt und ihr die Zeit habt, das auch wirklich zu nutzen.
Der beste Sommerschutz für deinen Hund ist am Ende ziemlich unspektakulär: früh morgens oder spät abends raus, kühle Liegeplätze anbieten, genug Wasser bereitstellen, auf den Hund schauen. Alles andere ist Ergänzung – sinnvolle, gut ausgesuchte Ergänzung, aber keine Pflicht.
ch hoffe, ihr genießt gemeinsam den Sommer mit vielen spritzigen Abkühlungen ☀️.
P.S.: Für alle, die mit ihrem Hund am liebsten am Wasser sind – die Ruffwear Hydro Plane™ darf eigentlich in keinem Sommer fehlen. Die schwimmfähige Wurfscheibe ist weich, landet sanft im Wasser und macht genau das, was Hunde wie Mila am liebsten haben: fangen, apportieren, nochmal werfen. Immer und immer wieder 😄.
